AIDA und Mein Schiff

Eine erholsame und abwechslungsreiche Kreuzfahrt -

Es sind die Ree­de­rei­en von AIDA und Mein Schiff die La Pal­ma regel­mä­ßig im Pro­gramm haben. Deutsch­spra­chi­ge Kreuz­fahrt­schif­fe die in den Win­ter­mo­na­ten von Okto­ber bis April über die Kana­ri­schen Inseln fah­ren.

Die Kana­ren­kreuz­fahrt mit Madei­ra (Por­tu­gal) ist eine belieb­te Rou­te. Je nach Schiff gekop­pelt mit den Kap­ver­den im Süden oder den Azo­ren im Nor­den des Atlan­tik.

AIDA und Mein Schiff
Hier lie­gen die AIDA­ca­ra und Mein Schiff 2 gemein­sam im Hafen von San­ta Cruz de La Pal­ma

Ob es mit der Mein Schiff 1,2,3 oder der AIDA­stel­la und Cara ist, meist liegt nur ein Kreuz­fahrt­schiff im Hafen von San­ta Cruz de La Pal­ma. Recht sel­ten, dass gleich­zei­tig zwei oder mehr Schif­fe hier Sta­ti­on machen.

Gut so für den Pas­sa­gier und gut so für die Bewoh­ner der nahe­lie­gen­den Haupt­stadt. Mit­tel­gro­ße Schif­fe mit max. 3000 Pas­sa­gie­ren und nicht die Rie­sen wie Nova, Pri­ma oder Per­la. Auch so ist die Kapa­zi­täts­gren­ze und Akzep­tanz­schwel­le der Bewoh­ner fast aus­ge­schöpft, aber noch nicht am Kip­pen. San­ta Cruz de La Pal­ma hat gera­de ein­mal 16.000 Ein­woh­ner.

AIDA und Mein Schiff haben es in der Hand

Fahrräder
Die umwelt­freund­li­che Fahr­rad Flot­te von AIDA

Es liegt an den Ree­de­rei­en und der Hafen­ver­wal­tung, ob die­se Balan­ce auch in Zukunft gewahrt wer­den kann und nicht zu Ver­hält­nis­sen wie in ande­ren Hafen­städ­ten (Barcelona/ Mallorca/ Vene­dig) führt.

Nicht Wachs­tum um jeden Preis, das war die Prä­mis­se der Ver­gan­gen­heit und hat in heu­ti­ger Zeit kei­ne Berech­ti­gung mehr.

Auch die gan­zen Debat­ten um die Kli­ma- und Umwelt­ver­träg­lich­keit der Kreuz­fahrt wird lang­sam zu viel. Es darf aller­dings nicht dar­über hin­weg­täu­schen, dass Kreuz­fahrt­schif­fe die Umwelt erheb­lich belas­ten.

Nach einer Stu­die der Trans­port and Envi­ron­ment (T&E) über die Luft­ver­schmut­zung durch Kreuz­fahrt­schif­fe in 50 euro­päi­schen Häfen, liegt der Hafen von San­ta Cruz de Tene­ri­fe unter den schmut­zigs­ten zehn. Dicht gefolgt von Las Pal­mas de Gran Cana­ria.

San­ta Cruz de Tene­ri­fe hat eine Schwe­fel­oxid-Emis­si­on bei Kreuz­fahr­schif­fen mit über 15,6 Ton­nen, gegen­über einem fahr­zeug­be­ding­ten Aus­stoß von 1,4 Ton­nen. Beim Stick­oxid-Aus­stoß über­wie­gen noch die Kraft­fahr­zeu­ge mit 529,9 Ton­nen – Kreuz­fahrt 366,8 Tonnen/Jahr.

Tene­rif­fa und Gran Cana­ria sind auch die Hei­mat­hä­fen von AIDA und Mein Schiff. Egal was man von Abgas-Unter­su­chun­gen und Sta­tis­ti­ken hält, der Grund­te­nor und die zusätz­li­che Umwelt­be­las­tung ist vor­han­den. Dazu reicht nor­mal schon das Auge und die Nase  …und ich weiß von was ich schrei­be.

Über die­ses The­ma zu dis­ku­tie­ren macht aber nur Sinn, wenn sich auch etwas ändert oder wie im Fal­le La Pal­ma und wei­te­rer Kana­ri­scher Inseln der Boom nicht wei­ter for­ciert wird.

Die Insel La Pal­ma soll so blei­ben, wie sie ist. Auch im Inter­es­se der Besu­cher und Gäs­te. Lieb­lich, ruhig und grün – “mei­ne” Isla Boni­ta. Ob es die Kreuz­fahrt Kon­zer­ne hören?

Diamant am Heck
Der “Dia­mant” am Heck von Mein Schiff 2

RSS La Palma News

  • Erster Covid-19 Toter auf La Palma 28. März 2020
    Der Höhepunkt der COVID-19 Epidemie ist noch nicht erreicht - Am Freitag ist der erste COVID-19 Patient im Hospital La Palma verstorben. Ein 71-jähriger Mann aus Santa Cruz de La... Der Beitrag Erster Covid-19 Toter auf La Palma erschien zuerst auf La Palma NEWS - Fotogalerie.

Fotos

Über Manfred Betzwieser 48 Artikel
Als Buchautor, Reiseleiter und begeisterter Naturliebhaber lebe ich seit über 20 Jahren mit der Familie auf der Kanareninsel La Palma. Astronomie, Vulkanismus - aber auch die Kreuzfahrt, mit der ich beruflich verbunden bin, sind meine Steckenpferde. Für deine Meinung, Fragen oder um einfach ins Gespräch zu kommen, gibt es unten das Kommentarfeld ...

5 Kommentare

  1. Hola Man­fred,
    war­um soll­te man sich auf La Pal­ma über qual­men­de Schif­fe auf­re­gen?
    Die Schif­fe wer­den von einem immer qual­men­den und stin­ken­den
    Strom­kraft­werk begrüßt. Es ist manch­mal bis zu unse­rer Feri­en­un­ter­kunft
    stark zu rie­chen. Selbst oben am Hotel Para­dor (ca. 300 m ober­halb von unse­rer Unterkunft)haben wir es noch gero­chen.
    Hier soll­te mal Geld bei der EU bean­tragt wer­den um Fil­ter­an­la­gen ein­zu­bau­en.
    Gibt es Daten über die Luft­ver­schmut­zung vom Insel­kraft­werk?
    Wäre doch auch mal inter­es­sant.
    Gruß nach La Pal­ma
    Hel­mut

    • Hola Hel­mut
      da hast Du natür­lich recht. Das Ende­sa Kraft­werk ist das stin­ken­de Bei­spiel für eine Natur­in­sel. Fil­ter sind schon moder­ni­siert und Mess­da­ten gibt es auch. Ende­sa gehört zum ital. Enel Kon­zern und den schert es genau­so wenig wie Tele­fo­ni­ca als Mono­po­lis­ten.
      Längst hät­te man auf rege­ne­ra­ti­ve Ener­gi­en set­zen kön­nen. Der Wil­le hat bis­her ein­fach gefehlt und im Ende­sa Auf­sichts­rat gibt es lukra­ti­ve Pos­ten zu beset­zen.
      Das gan­ze La Gra­ma Gebiet (Lidl) lei­det unter dem Gestank. Woh­nen woll­te ich dort nicht.
      Am bes­ten wäre das Kraft­werk in einem men­schen­lee­ren Gebiet wie Gara­fia oder auf dem Gelän­de der ehe­ma­li­gen “Müll­ver­bren­nung” von Mazo oben in den Ber­gen auf­ge­ho­ben. Hier fehlt aber wie­der der Hafen für den Nach­schub.
      Ist auch mir ein Dorn im Auge! Viel­leicht erle­be ich noch die Still­le­gung in so 20 Jah­ren.
      Es grüßt Dich
      Man­fred

      • Hola Man­fred,
        ja, das hat mich immer gewun­dert wie man in La Gra­ma
        ein Haus bau­en kann. Ent­we­der man hat was an der Nase
        oder war vor­her noch nie auf der Insel. Aber da kann man ja eini­ge
        schö­ne Häu­ser kau­fen. Aber auf Grund der Wind­rich­tung ist El Socor­ro
        und Pal­ma­sol auch oft nicht so wirk­lich geruchs­frei. Das hat man uns ja in Pal­ma­sol auch bestä­tigt und leicht gero­chen.
        So schaue ich zur Zeit, was so an Häu­sern nörd­lich von Tenagua oder süd­lich von eurer Hei­mat liegt bis hin nach Tigalate/ Tiguer­or­te.
        Dazwi­schen wäre höchs­tens Vel­ho­co inter­es­sant.
        Wenn alles funk­tio­niert, dann wer­de ich mich im Herbst näher/vor Ort umschau­en, wobei ich die meis­ten Häu­ser (Mak­ler­an­ge­bo­te) von außen schon ken­ne.
        Viel­leicht sieht man sich ja dann wie­der.
        Gruß Hel­mut

      • Ich hof­fe, du wirst min­des­tens 125 Jah­re alt. Dann wird La Pal­ma das Insel­kraft­werk über­ar­bei­tet haben.
        Die alte Müll­ver­bren­nungs­an­la­ge wäre nicht schlecht. Da war ich schon. Die Beton­fun­da­men­te wären da und der alte Mer­ce­des Benz Old­ti­mer (DB) LKW vom Flug­platz
        fährt täg­lich 2 – 3 mal Die­sel da hoch. Alle Pro­ble­me wären gelöst.

  2. Ja die lie­be Fan­ta­sie und Nost­al­gie gehört auch dazu. Las­sen wir die Sache lang­sam wach­sen und beob­ach­ten ein­fach die Ent­wick­lung.
    Sich auf­zu­re­gen kos­tet nur unnüt­ze Kraft und Ener­gie. Es ist hier wie Don Qui­jo­te de la Man­cha im Kampf mit den Wind­rä­dern. Der Rit­ter von der trau­ri­gen Gestalt ende­te im Käfig auf einem Och­sen­kar­ren.
    Das soll­ten wir uns mög­lichst erspa­ren.

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*